von Rudolf Ring, veröffentlicht in Android
Mit einem Sniffer lassen sich die WhatsApp-Nachrichten mitlesen (Foto: G Data)
Moderne Smartphones unterscheiden sich von klassischen Handys insbesondere dadurch, dass Sie vorhandene Funktionen durch andere Module ersetzen können. Das ist insbesondere eine herausragende Eigenschaft von Android, wo Sie beispielsweise die mitgelieferte Kamera- oder die SMS-App einfach gegen eine anderes Softwaremodul austauschen oder eine alternative App für die gewünschten Dienste nutzen können.
Wer also beispielsweise mit dem SMS-Modul ab Werk nicht so ganz zufrieden ist, kann das Smartphone mit einer zusätzlichen App ganz nach Wunsch aufbohren. Bei den Kommunikationsfreaks unter den Smartphone-Anwendern erfreut sich insbesondere die App "WhatsApp" größter Beliebtheit.
Zu den meistgeladenen Smartphone-Programmen bei Apple iTunes und im Google Play Store für Android gehört der "WhatsApp Messenger", meist nur als "WhatsApp" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine kostenlose App (Smartphone- oder Tablet-Anwendung) zur Kommunikation zwischen allen Informationssystemen, die über Internet, Netzwerke und den Mobilfunk verbunden sind.
Zwar gibt es durchaus eine Auswahl unter solche Messenger-Apps, aber WhatsApp kombiniert die App mit einem eigenen Dienst, was WhatsApp eine gewisse Alleinstellung verleiht.
Besonderer Vorteil von WhatsApp ist, dass Sie damit Nachrichten versenden können, ohne kostenpflichtige Dienste wie SMS benutzen zu müssen. Und selbst, wer einen Mobilfunkvertrag mit SMS-Flatrate in alle Netze hat, dem bietet WhatsApp Vorteile. Denn es können über die Textnachrichten hinaus auch ganz einfach Fotos und Videos (max. 12 MB) gesendet und empfangen werden.
Ein kostenpflichtiger Dienst wie MMS (Multimedia Message Service) wird dadurch überflüssig. Für Smartphone-Anwender mit einer Internet-Flat ist WhatsApp daher funktional betrachtet ein idealer Messenger.
Die enorme Verbreitung der WhatsApp ist sicher auch in der Verfügbarkeit für praktisch alle Plattformen begründet. Das hat den charmanten Vorteil, dass tatsächlich eine WhatsApp-Kommunikation zwischen diesen eigentlich inkompatiblen Plattformen ermöglicht wird, genauso, wie Sie eine SMS zwischen eigentlich inkompatiblen Systemen versenden können.
Die WhatsApp ist derzeit über die üblichen, systemspezifischen Online-Portale wie beispielsweise Google Play Store (Android) und Apple iTunes (iPhone) für die folgenden Systeme zu haben:
WhatsApp versus Datenschutz – wo lauern die Gefahren?
Die allermeisten Nutzer von WhatsApp sind begeistert von der App, denn sie ist sehr einfach zu bedienen. Allerdings birgt dieser Komfort und die WhatsApp-Verarbeitung Ihrer Daten auch Gefahren, auf die neben Sicherheitsunternehmen wie G Data auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon hingewiesen hat. Insbesondere die folgenden Punkte machen die WhatsApp-Nutzung aus Sicht des Datenschutzes zu einem Hochsicherheitsrisiko:
Nach Angaben der gleichnamigen WhatsApp-Herstellerfirma werden Nachrichten auf den WhatsApp-Servern nur so lange gespeichert, bis sie dem Empfänger zugestellt wurden. Alle Nachrichten werden nach 30 Tagen gelöscht, auch wenn sie nicht zugestellt werden konnten. Das klingt zwar erst mal vertrauenerweckend, aber sicher ist nicht jeder begeistert, Nachrichten mit möglicherweise sensiblen Inhalten bis zu 30 Tage auf einem ausländischen Server zu wissen.
Selbst, wenn man dem WhatsApp-Unternehmen vertraut, wäre es schließlich nicht das erste Mal, dass ein solcher "lukrativer" Server gehackt wird. Beispiele aus der Vergangenheit, bei denen großen Datenmengen von Kundendaten auf Firmenservern gehackt wurden, gibt es zur Genüge (Sony, Ashampoo, Sega, BioWare, K&M, Toshiba, Citybank usw.).
Ob Sie nun WhatsApp oder eine andere Messenger-App benutzen, in jedem Fall ist die Nutzung potentiell risikobehaftet. Mit den folgenden Sicherheitsmaßnahmen verbessern Sie Ihr Sicherheitsniveau immens:
Fazit: Die WhatsApp ist zurecht sehr beliebt und superpraktisch, zudem kann die App auch Kosten für SMS/MMS einsparen. Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist die WhatsApp und der damit organsierte Datendienst allerdings vogelwild.
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Mein Name ist Rudolf Ring. Ich bin Ihr Experte für PC, Hardware, Android und Modellbahnen.