von Heidi Jäkel, veröffentlicht in Bewerbungen
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Aber schreiben Sie bitte nichts ab, nur weil es gut formuliert ist und sich flüssig lesen lässt. Nehmen Sie jedes Beispiel eines Bewerbungsanschreibens - egal ob in einem Fachbuch oder auf einer Internetseite - kritisch unter die Lupe. Entspricht es Ihrem Stil, Ihrer Sprache, Ihrem Wortschatz?
Wie leitet man das Anschreiben sinnvoll ein - und wie besser nicht?
Der erste Satz im Anschreiben ist immer der schwierigste, daher greifen viele Bewerber auf Einleitungssätze zurück wie "...ich interessiere mich sehr für die angebotene Stelle als...", "...mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen...", "...Sie suchen einen engagierten Mitarbeiter für..." und dergleichen mehr.
Diese Art von Einleitungen sind völlig überflüssig, reduzieren den ohnehin knapp bemessenen Platz auf dem Blatt und stehlen dem Leser die Zeit. Was diese Sätze aussagen, ist selbstverständlich. Hätten Sie kein Interesse am Angebot, würden Sie keine Bewerbung schreiben. Würde das Unternehmen nicht suchen, gäbe es keine Stellenanzeige. Haben Sie keine Hemmungen, diese Sätze im Anschreiben einfach wegzulassen.
Nur der Vollständigkeit halber noch ein Beispiel, das vor langer Zeit einmal Standard war, das Sie heute aber nicht mehr verwenden sollten: "...hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um die ausgeschriebene Stelle als... in Ihrem Hause..." oder ähnliches.
Die Betreffzeile in Ihrer Bewerbung
Im Betreff und Bezug sollten bereits die wichtigsten Informationen enthalten sein: Dass es eine Bewerbung ist, um welche Stelle es sich handelt, wo Sie das Stellenangebot gefunden haben etc. Damit ist dieser Satz in doppelter Hinsicht überflüssig - es steht schon alles da. Streichen Sie ihn.
Indem Sie auf solche Einleitungen im Anschreiben verzichten, zeigen Sie übrigens keine mangelnde Höflichkeit, sondern eher Ihre Fähigkeit, Wichtiges auf den Punkt zu bringen.
Welche Einleitungen sind im Anschreiben sinnvoll?
Haben Sie vorab ein Telefonat mit dem Ansprechpartner oder einem anderen Mitarbeiter der Firma geführt, bietet sich als erster Satz an: "...vielen Dank für das freundliche und informative Telefongespräch..." oder Ähnliches.
Gibt Ihnen jemand aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis eine Information, dass bei seinem Arbeitgeber eine Stelle frei ist, auf die Sie sich bewerben können, ist ein Einleitungssatz ebenfalls sinnvoll: "...von Ihrem Mitarbeiter Herrn Neumann habe ich erfahren, dass Sie ... suchen." Möchte dieser Bekannte nicht namentlich erwähnt werden, formulieren Sie den Satz anonymisiert: "...ich habe von einem Ihrer Mitarbeiter erfahren, dass..." oder noch schlichter und allgemeiner: "...wie ich erfahren habe...".
Wie wäre es mal ganz ohne Einleitung im Anschreiben?
Wenn Sie keinen solchen "Aufhänger" haben, können Sie direkt und ohne zu zögern durchstarten. Suchen Sie in der Stellenanzeige den wichtigsten Punkt im beschriebenen Aufgabengebiet heraus, nämlich den, der Sie am meisten dazu motiviert, sich zu bewerben. Sie haben jahrelang in exakt dem Bereich gearbeitet, der hier beschrieben wird? Sie haben die gewünschten SAP-Kenntnisse? Sie beherrschen - wie vorausgesetzt - die englische Sprache fließend in Wort und Schrift? Dann bringen Sie diese wichtige Information zuerst. Und stechen Sie damit positiv aus der Masse hervor.
Wecken Sie Interesse bei Ihrem Gegenüber. Sorgen Sie dafür, dass der Leser Ihrer Bewerbung - neugierig geworden - weiterliest. Kommen Sie auf den Punkt und vermeiden Sie nichts sagende Floskeln.
Beispiele für Einleitungssätze im Anschreiben
Wenn Ihnen das Wörtchen "Ich" am Anfang nicht gefällt, stellen Sie den Satz einfach um.
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Gast
01. Juli 2010, 17:22, im Forum Bewerbungen
Gast
25. September 2009, 17:41, im Forum Bewerbungen
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