von Anne M. Schüller, veröffentlicht in Marketing
Interessenten werden oft nur so lange umgarnt, bis sie anbeißen. Kaum ist die Tinte trocken, hat das heiße Werben ein Ende. Die Charme-Attacken versiegen, Routine kehrt ein. Erinnert uns das nicht ein wenig an private Beziehungen? Wie sagt die Braut beim Hochzeitsfest: "Heute ist mein schönster Tag“. Das heißt: Von da an geht’s bergab. In bestehenden Kundenbeziehungen sieht es nicht selten ganz ähnlich aus.
Kunden "zweiter Klasse"?
Unternehmen geben oft so unglaublich viel Geld aus, um neue Kunden zu gewinnen. Doch kaum sind sie endlich eingefangen, wird an allen Ecken und Enden gespart: Mitarbeiter werden nicht trainiert, es sind zu wenige da, sie haben keine Lust – oder Frust. Sie werden schlecht geführt, sie haben keine Ressourcen, keinen Spielraum und keine Ideen, um Kunden zu begeistern und schließlich zu loyalisieren.
Oft zahlen Bestandskunden sogar höhere Preise als Neukunden. Und das soll Kundentreue fördern? Denn leider: Sobald sich ein Kunde enttäuscht, angeödet, gemobbt oder sonstwie schlecht behandelt fühlt, beginnt er sofort, über einen Wechsel nachzudenken.
Kundentreue belohnen und dem Kunden Danke sagen
Um Kundentreue zu fördern und auch, damit nicht das Gefühl entsteht, dass es immer nur ums Verkaufen geht: Schenken Sie Bestandskunden doch von Zeit zu Zeit ein reines Dankeschön. Das klingt dann zum Beispiel so:
Ähnliches tut übrigens auch Ihren Mitarbeitern ausgesprochen gut.
Eines ist sicher: Die Effekte einer solchen Anerkennungskultur schlagen sich, auch wenn das zunächst ein wenig alchimistisch klingt, in Kundentreue und damit in bare Münze nieder.
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