Bernhard Götz

Nachlauf

Artikel von Bernhard Götz

Der Nachlauf ist ein Mittel, um die Lenkung zu stabilisieren. Auch beim Gespann macht ein langer Nachlauf die Lenkung richtungsstabil – tendenziell aber auch schwergängig.

Manche Gespanne pendeln im Bereich bis 40 km/h mit der Lenkung. Sie brauchen einen Lenkungsdämpfer. Eine Ursache des Pendelns ist, dass der Seitenwagen versucht die Maschine nach rechts zu ziehen. Infolge der Hebelwirkung des Nachlaufs schlägt die Lenkung nach rechts ein. Der Rollwiderstand des ausgelenkten Vorderrades versucht die Lenkung durch die Nachlaufwirkung wieder gerade zu ziehen. Das Spiel geht solange, bis bei steigender Geschwindigkeit die stabilisierende Wirkung des Nachlaufs überwiegt und das Gespann ruhig
geradeaus läuft.

Eine weitere aber seltene Ursache des Pendelns ist der „Persönlichkeitsfaktor“. Mehrere Teilnehmer eines Gespanntrainings fahren mit einem Gespann problemlos, doch bei einem Teilnehmer pendelt das Gespann so sehr, dass es für ihn unfahrbar ist. Dieser Gespannfahrer braucht eine andere Einstellung.

(Eine illustrierte Abhandlung befindet sich in dem Buch "1x1 der Gespannfahrer".
Erschienen 2009 bei MOTORAD-GESPANNE.de)

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